2017-09-12-Berlin-L1008112_Kopfbild by Roger Schäfer.

Berlin … in vier Tagen

Der Name Berlin leitet sich vermutlich von dem slawischen Begriff br’lo bzw. berlo mit der Bedeutung Sumpf, Morast, feuchte Stelle oder ‚trockene Stelle in einem Feuchtgebiet‘ sowie dem in slawischen Ortsnamen häufigen Suffix -in ab. Dafür spricht vor allem, dass der Name in Urkunden immer wieder mit Artikel auftaucht („der Berlin“). Der Stadtname ist weder auf den angeblichen Gründer der Stadt, Albrecht den Bären, gestorben bereits 1170, noch auf das Berliner Wappentier zurückzuführen. Hierbei handelt es sich um ein redendes Wappen, mit dem versucht wird, den Stadtnamen in deutscher Interpretation bildlich darzustellen (Berlin = ‚Bär‘). Das Wappentier leitet sich demnach vom Stadtnamen ab, nicht umgekehrt.

2017-09-12-Berlin-L1008115 by Roger Schäfer.

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Hildebrandsche Mühle in Weinheim

Der Lorscher Kodex erwähnt (Codex I, p.252, Nr. 153) eine herrschaftliche Mühle zu Winenheim (molendinum dominicale), die um 1071 der Lorscher Probstei gehörte und unter dem Abt Folkland (1142-1149) samt dem Zehntrecht wieder im Besitz des Klosters gewesen ist. Über den Besitz dieser Mühle hat König Heinrich IV. festgesetzt, dass kein Abt ihn verringern, für sich selbst benutzen oder einem Ritter zu Lehen geben dürfe.

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2017-09-28-Plankstadt-L1008295-2 by Roger Schäfer.

Plankstadt … mit dem Wasserturm

Eine erste Siedlung wird für die Zeit um 500 n. Chr. vermutet. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahre 771 im Lorscher Codex unter der Bezeichnung Blanckenstat. Im Codex sind zahlreiche weitere Urkunden über Schenkungen in Plankstadter Gemarkung an das Kloster Lorsch aufgeführt. Die nächsten schriftlichen Belege stammen aus dem 13. Jahrhundert. Für das Jahr 1256 wird der Pfalzgraf als Besitzer des Dorfes vermerkt. Drei Jahre später, 1259 ging der Grundbesitz durch Geschenk des Wormser Bischofs Eberhard I. mehrheitlich an das Zisterzienser-Kloster Schönau über. Die Mönche versuchten die Bewohner umzusiedeln und ein isoliertes Klostergut zu errichten, scheiterten aber am jahrelangen Widerstand der Bevölkerung. 1296 wurde die Gemeinde Plankstadt gebildet und gelangte wieder zur Kurpfalz, in der sie zur Kirchheimer Zent gehörte.

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2017-03-04-KlosterLorsch-L1007053_FS by Roger Schäfer.

KLOSTER LORSCH

Schwarz-Weiß-Bilder vom UNESCO-Weltkulturerbe Kloster Lorsch.
Fotografiert von Roger Schäfer mit Leica M Monochrom und Super-Elmar-M 18mm.

2016-10-05-SchwetzingenSchloss-L1006336_Kopfbild by Roger Schäfer.

Schwetzingen: Schloss und Schlosspark

Im 14. Jahrhundert wird erstmals eine ritterliche Wasserburg in Schwetzingen erwähnt. Sie bestand aus einer kleinen ummauerten Anlage mit Bergfried auf einer Insel des Leimbachs. Kurfürst Ludwig V. baute 200 Jahre später die Festung zu einem Jagdschloss um, in dem prächtige Jagdgesellschaften stattfanden. Im Dreißigjährigen Krieg wurde das Schloss jedoch stark zerstört. Kurfürst Carl Ludwig ließ es ab 1655 für seine Geliebte und zweite Gemahlin Luise von Degenfeld wieder aufbauen und prächtig einrichten.

2016-10-05-schwetzingenschloss-l1006335 by Roger Schäfer.

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2016-09-29-klosterlorsch-l1006206_fs by Roger Schäfer.

UNESCO Welterbe Kloster Lorsch

Um 764 von der Familie des fränkischen Gaugrafen Cancor gegründet, begann mit der Überführung der Nazarius-Reliquie 765 aus Rom ins Lorscher Kloster der wirtschaftliche Aufstieg der Abtei. In wenigen Jahrzehnten erstreckte sich der Besitz an Gütern aus Schenkungen an den Hl. Nazarius von der Nordseeküste bis an den Alpenrand. 772 wurde das Kloster an Karl den Großen übertragen, der es unter seinen Schutz stellte und ihm die Immunität gewährte.

2016-09-29-klosterlorsch-l1006248 by Roger Schäfer.

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Sechsmühlental-57 by Roger Schäfer.

Das Sechsmühlental in Weinheim

Weinheim war einst die Stadt der Mühlen. Die Mühlen im Weschnitz- und Grundelbachtal waren bedeutsam für die Entwicklung Weinheims. Dem Hotelier Walter Fuchs ist es in jüngster Zeit gelungen, die Erinnerungen an die 6 Mühlen an der Weschnitz zwischen Weinheim und Birkenau aus dem Dornröschenschlaf zu wecken. Die Mühlenanwesen liegen im Abstand von jeweils 200 m auf einer Strecke von 1,5 km.

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Die Hildebrandsche Mühle in Weinheim

Die bedeutendste Mühle in Weinheim war zu allen Zeiten die Hildebrand’sche Mühle. Im Verlauf ihres Bestehens hatte sie viele Namen, z. B. untere oder vordere Lohmühle, Weschenz Mühle, Mengesse Mühl, untere Mühle und Seitzenmühle. Die Mühle war ursprünglich eine Mahlmühle, später eine Lohmühle, dann Mahl-, Öl- und Schneidemühle wie auch Hanfbreche und Gipsmühle.

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